Ich war ein wenig ängstlich, es sollen über eine Million Leute daran teilnehmen, es reisen sogar Leute aus Indien an um daran teilzuhaben. Und ich muss gestehen, ich erwartete eine Freakshow. Leute mit durchbohrter Haut und entrücktem Gesichtsausdruck.. wie man es eben aus Berichten und von Fotos kennt. Das fand ich. Auch.
Aber eben auch noch viel mehr. Es war eine Mischung aus Kirmes und Marathon und einem zutiefst religiösem Ereignis.
Ich bin immernoch sehr beeindruckt.
Was mir so gut gefallen hat war diese, der westlichen so sehr entgegengesetzte Einstellung, die ich mal mit dem Satz "there is no easy way" zusammenfassen würde.
Wir in unserer schönen westlichen Welt sind so verwöhnt, wir wollen alles haben. Sofort. Ohne Anstrengung. Wir wollen im Schlaf Sprachen lernen, durch Wundermittel gesund und schön und schlank werden, und gute Laune soll sich sowieso von allein einstellen, uns so weiter..
Die Leute, die unter schwierigen Bedingungen, manchmal unter Schmerzen an der Prozession teilnehmen, die 242 Stufen zum Tempel erklimmen und dort nicht selten zusammenbrechen gehen davon aus, dass es auch weh tun kann, dann weiss man wenigstens, dass es echt ist. Ein Gedanke den man nicht so leicht abtun sollte..
Bilder gibts hier:
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| Thaipusam 2012 |



