Freitag, 21. Dezember 2012
Dienstag, 18. Dezember 2012
¿Donde está la luz?
Ich bin keine begnadete Autofahrerin. Habe meinen Führerschein recht spät gemacht und fühle mich nie sehr wohl damit fremde Autos zu fahren. Andererseits mag ich mir von meiner Unsicherheit nicht vorschreiben lassen was ich tun soll und was nicht. Deshalb sagte ich zu als Liz vorschlug ich soll den Jeep fahren.
Dabei ist der Wagen wirklich schrottig. Die meisten Türen funktionieren zwar meistens, aber manchmal brauchen sie viel „Gefühl“, die Kupplung ist so weit oben, dass man sie fast hochtreten muss, die Bremsen geben unschöne quitschgeräusche von sich und überhaupt..
Aber auch irgendwie cool und sexy, auf die Art wie Frauen in Bikini mit Boots und Vorschlaghammer sexy sein können.
Wenn ich das Auto fahre passiert mit meinem Gesicht etwas, was sich von innen wie die „supercoole-Lara-Croft-Visage“ anfühlt. Ich befürchte von aussen sieht es einfach nur verkrampft aus, aber ich kann es nicht ändern.
Neulich habe ich eine Freundin in die Stadt gefahren und, da wir momentan kein Internet im Haus haben, einen Abstecher zum besten Internetcafe in town gemacht. Wie das so ist mit dem Zeiträuber-Internet, als ich rauskam war es schon dunkel.
Das wollte ich eigentlich vermeiden, weil erstens unsicher und nachtblind und zweitens die Strassen nicht sehr gut, aber nun war es eben so. Nur: wo schalte ich in dem Auto die Scheinwerfer an?
Ich suchte wie besessen, versuchte alle Hebel und Knöpfe die ich finden konnte, entlockte dem Auto diverse Funktionen und Laute, aber kein Licht.
Hilft alles nichts, das kann mir peinlich sein wie es will, aber ich muss jemanden Fragen.
Die Frau die ich in meinem uga-uga spanisch um Hilfe bitte, lächelt milde und kommt mit zum Wagen. Nachdem auch sie alle Hebel und Knöpfe ausprobiert uns dem Auto diverse Funktionen und Laute, aber kein Licht entlockt hat, ruft sie ihren Mann.
Auch der lächelt milde über die unfähigen Frauen und macht genau das was jede von uns bereits gemacht hat. Und ruft den Nachbarn.
Das ganze geht noch eine Weile so weiter, am Ende stehen sieben Leute um das Auto rum. Der Scheibenwischer geht, das Wischwasser kommt raus, die Blinker funktionieren und das Auto macht Geräusche, aber Licht? No.
Da kommt ein junger Mann hinzu, hört sich die Problembeschreibung der sieben Experten an, drückt an einem Draht und -Halleluja!- das Licht geht an.
Der Hebel ist wohl abgebrochen.
Freitag, 23. November 2012
On the beach
Die Farm auf der ich momentan lebe organisiert gelegentlich mehrtägige Ausritte für Gäste und ich wurde auch gefragt ob ich daran teilnahmen möchte, aber eine Tour mit 4-6 Stunden im Sattel Tag ein Tag aus erschien mir nicht sehr verlockend.
Ich blieb lieber daheim, kümmerte mich um die anderen Tiere und ging täglich die dagebliebenen Pferde füttern. Das war übrigens fast schon ein Event, denn alle Tiere, wirklich alle, auch die Katzen, Enten und Gänse, folgten mir zumindest bis zum Tor. Im Dorf hat sich das glaube ich recht schnell rumgesprochen und ich werde zwar überall sehr freundlich begrüsst, aber mit so einem milden Lächeln, wie man es für zurückgebliebene Kinder übrig hat.
Das einzige was ich wirklich gern von dem Ausritt mitbekommen wollte war der letzte Tag. Nach sechs Tagen kommt man nämlich an den Strand und geht mit den Pferden schwimmen. Pferde im Pazifik? Das fand ich spannend!
Welch eine glückliche Fügung: es wurde jemand gebraucht, der sich darum kümmert, dass das Gepäck nachkommt.
Ich kam am vorletzten Tag dazu und konnte den schönsten Teil mitmachen. Ich bekam sogar ein Pferd und die Gelegenheit am Strand zu reiten! Wobei man mir gleich sagte, es sei kein Anfänger-Pferd, es reagiere ängstlich auf laute Geräusche und stark emotional wenn man ihm etwas abverlangt. Laute Geräusche waren am Strand nicht zu erwarten und ich hatte nicht vor dem Gaul was abzuverlangen und trotzdem wurde ich abgeworfen. Imerhin war der weiche Sand nicht der schlechteste Ort dafür. Trotz des Sturzes war es ein toller Tag. Das Schwimmen mit den Pferden im Ozean war eine märchenhafte Erfahrung.
Am Nachmittag packten wir die Pferde auf einen Laster und während die Anderen die Heimfahrt antraten beschloss ich noch ein wenig am Meer zu bleiben.
Ich ging nach Jacó. Der Ort ist sehr touristisch und hat wirklich nichs besonderes zu bieten, aber ich fand ein nettes Hostel, nahm grossartige Yoga-Stunden (ok, wenn man darauf bestehen will dass Jacó etwas zu bieten hat, dann ist es diese Yogaschule) und Surfunterricht.
Ausserdem machte ich Ausflüge zum Rio Tarcoles und zum Nationalpark Manuel Antonio.
Rio Tarcoles ist für seine Krokodile bekannt. Man kann sie von der Autobahnbrücke aus sehen wie sie am Ufer rumlungern und man kann eine Bootstour machen, bei der die Krokos gefüttert werden und man darüberhinaus andere Echsen und massenweise faszinierende Vögel beobachten. Ich liebe Bootstouren!
Manuel Antonio Nationalpark ist sehr schön, die Strände dort sind die schönsten die ich in Costa Rica bisher gesehen habe, aber leider war es recht überlaufen.
Samstag, 3. November 2012
Hoppe, hoppe Reiter...
Möglicherweise wird dieser Blog in nächster Zeit viel, vielleicht zu viel ums Thema Tiere im allgemeinen und Pferde im besonderen kreisen.
Der Grund dafür ist, wie man meinem letzten Post entnehmen konnte, nicht die plötzlich erwachte, grenzenlose Liebe und Bewunderung für diese Tiere, sondern schlicht die Umstände. Es ist schwer vom Leben auf einer Pferdefarm zu berichten, ohne die Pferde zu erwähnen. Ich hoffe niemanden damit zu langweilen.
Mittlerweile bin ich zwei mal geritten, oder -um ganz korrekt zu sein- auf dem Gaul gesessen, und bin… sagen wir mal desillusioniert.
Da hat man diese schönen Bilder im Kopf, von Frauen die mit wehendem Haar am Strand, Wald, Steppe galopieren, grenzenlose Freiheit, Verschmelzung von Mensch und Tier…
In Wirklichkeit sitzt man unbequem auf einem kaum Schritt laufenden Pferd, mit einem blöden Helm auf dem Kopf und denkt die ganze Zeit: „das arme Pferd, ich muss abnehmen!“
Der Hintern schmerzt, das Pferd scheint gar nicht auf die Signale, die man ihm gibt zu reagieren, was vielleicht auch besser so ist, weisst man doch selbst nicht genau was für Signale man sendet. Alles nicht halb so toll, eigentlich gar nicht so wie erwartet.
So ist das wohl mit den Erwartungen. Ich kann mich erinnern eine ähnliche Enttäuschung vor Jahren beim Tango-Tanzkurs erlebt zu haben. Auch da hatte ich tolle Bilder von rassigen Frauen und leidenschaftlichen Männern im Kopf (war da nicht sogar eine Rose zwischen den Zähnen im Spiel?). Was ich bekam war ein Tanzpartner, der deutsch-verkrampft auf die Füsse starrte und mir hartnäckig die Schritte ins Ohr flüssterte: und eins, und zwei… und als ich versuchte mal lässig mein Bein um seins zu schwingen riss ich mit dem hohen Absatz einem anderen Tänzer das Schienbein auf.
Rosige Aussichten für meine Reitkarriere, wenn ich so darüber nachdenke…
Dienstag, 30. Oktober 2012
Hund oder Katz?
Oft sagen Menschen von sich, sie seinen ein Hundemensch und können mit Katzen so gar nichts anfangen. Oder ganau umgekehrt. Als müsste man erst Hundehasser sein um Katzen lieben zu können. Diese Frage habe ich für mich nach mehrmaligen Ausschlägen in Richtung „ja eher so Hunde, aber Katzen finde ich auch toll“ für unsinnig erklärt.
Jetzt stellt sich aufgrund der Umstände die Frage „Kuh oder Pferd?“. Vermutlich werde ich sie bald ebenfalls als unsinnig abtun, aber momentan lautet die Antwort: Kuh! Ganz klar. Viel sympathischer, lustiger, nicht so nervös und zappelig. Ich verstehe gar nicht warum manche Leute so viel Gewese um die Gäuler machen.
Auf dem Grundstück wo unsere Pferde weiden stehen auch ein paar costaricanische Mutterkühe mit Kälbern und ein Stier. Jedes mal wenn wir die Pferde mit Kraftfutter versorgen und mit ihnen einige Übungen machen, kommen die Kühe und schauen sich das seltsame Spektakel an. Ich stecke ihnen heimlich etwas Futter zu und finde sie viel cooler als die ach so tollen Pferde, die endlos im Kreis rumlaufen.
Versteht mich nicht falsch, es geht nicht gegen Pferde. Nur meine Leidenschaft für sie ist noch so gar nicht erwacht.. Und dann diese Pferdemenschen mit ihrem: „Aber findest du Kühe nicht furchtbar dumm?“
Hmm, ja manche schon, aber blöd im Kreis rennen würden auch die Dümmsten nicht.
Freitag, 26. Oktober 2012
Da steht ein Pferd vor der Tür!
Meine Transsibirien Reisepläne sind vorläufig aufs Eis gelegt. Mehr oder weniger wortwörtlich. Da ich im Sommer auf Alp mein Reisegeld verdiene, bleibt mir Herbst und Winter zum Reisen. So wunderschön und verlockend mir das Bild des winterlichen Sibiriens im Sommer auch scheinen mag, es zerbricht an dem Tag an dem ich warme Socken anziehen muss.
Wohin also?
Ich habe mich weder ausgiebig über alle Möglichkeiten informiert, noch ist es ein lange gehegter Traum den ich mir erfülle. Es hat eigentlich keinen Grund, sondern hat sich einfach so ergeben.
Ich bin in Costa Rica.
Eigentlich bin ich hier als Housesitter für eine Pferde-Farm, ohne Pferde, aber mit vier Hunden, sieben Katzen, zwei Ziegen und ein paar Enten und Gänsen. Die Besitzer sind für einige Zeit in Indien und ich sollte auf das Haus und die Tiere aufpassen. Nun haben sich aber kurz vor meiner Anreise deren Pläne geändert und die Frau ist aus Indien angereist um das Pferde Business am laufen zu halten. Jetzt bin ich mir noch nicht klar was meine Aufgabe hier sein soll. Ich bin weiterhin für die Tiere zuständig, kann eventuell mit den Pferden aushelfen, vielleicht auch reiten lernen. Ganz cool, da kann ich meine Pferde-Angst loswerden.
Mal schauen wohin sich das alles entwickelt.
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Ich habe es getan!
Ist schon eine Weile her seit meinem letzten Eintrag und in der Zwischenzeit ist auch einiges passiert.
Hier die Kurzfassung:
Die Sehnsucht nach meinen Lieben hat mich doch noch gefunden in der Ferne, deshalb bin ich schon im Mai statt wie geplant im September nach Deutschland zurückgekommen. Grosse Wiedersehensfreude! Freunde, Familie, Kollegen. Wenn man lange fortbleibt wird man auch vermisst, und Leute, auch die, die einem nicht sehr nahe stehen, freuen sich über ein Wiedersehen. Das ist wirklich toll! Hält nur leider nicht ewig. Nach einer Weile kehrt die Normalität ein und für mich auch die Erkenntnis, dass ich nicht in mein altes Leben zurück will.
Ich beschloss meinen Job zu kündigen und noch eine Weile mein Vagabundenleben fortzusetzen.
Lustigerweise war niemand wirklich überrascht darüber. Mein Chef und die Arbeitskollegen schienen genau so etwas erwartet zu haben, sogar meine Mama reagierte erstaunlich gelassen.
Der Sommer fing an und die Alp rief. Viele Freunde und Bekannte konnten es nicht fassen, dass ich nach den letztjährigen Erfahrungen wieder auf eine Alp wollte. Ich selbst kann nur ein handfestes Argument vorbringen: das Geld, das man dabei verdient kann man auf Reisen gut gebrauchen.
Tatsächlich ist aber nicht das Geld ausschlaggebend, sondern dieses Gefühl, dass man da wieder hin will! Trotz der vielen Arbeit und des Mühsals und der Härte.. oder wegen? Um sich irgendwas zu beweisen? Ich kann das nicht erklären.
Dieses Jahr war ich Hirtin im Wallis und hatte alles in allem einen sehr schönen Alpsommer gehabt.
Die paar Probleme , die es gab waren, wie üblich, zwischenmenschlicher Natur. Ich frage mich warum manche Leute auf die Alp gehen wenn sie doch… aber egal. Die Arbeit hat mir dieses Jahr sogar besser zugesagt als letztes Jahr, weil man viel mehr mit den Tieren zu tun hatte. Das Wetter war meistens grossartig, die Landschaft atemberaubend, die Kühe toll. Was will man mehr?
Donnerstag, 26. April 2012
Monkey give me you banana no eat
Hier eine kurze Zusammenfassung meines kurzen Brunei Aufenthalts.
Angekommen bin ich mit der Faehre von Labuan. Labuan ist eine von den malayischen Duty free Inseln, wo Zigaretten, Schokolade und Alkohol sehr billig sind. Gute Orte um mal paar Tage Party zu feiern. Die Leute, die ich dort kennenlernte, versuchten mir alle Brunei auszureden, weil es da keinen Alkohol gibt! Ich frage mich was ich fuer einen Eindruck hinterlassen habe, wenn man mir nicht zutraut ein paar Tage ohne Alkohol auszukommen...
Da ich so ziemlich als letzte die Faehre verlassen habe war der Bus in die Stadt schon weg und Taxi zu teuer, gluecklicherweise traf ich ein malayisch-australisches Ehepaar, das von Freunden abgeholt wurde und mir eine Mitfahrgelegenheit anbot. Mein gutes Karma, mal wieder!
Erster Gedanke zu der Hauptstadt Bandar Seri Baghawan? Eine Nummer kleiner haette es auch getan.
Alle Moscheen, oeffentliche Gebaeude und Plaetze, Shoppingmalls usw. sind uebertrieben sauber, gross und protzig. Ist ja gut, ihr habt Geld! will man sagen, aber es sieht so unnatuerlich und menschenleer aus.
Die Haeuser der offensichtlich Reichen, die man auf dem Weg vom Hafen in die Stadt passiert haben gern mal die Groesse eines halben Fussballfeldes. Selbst das Zimmer meines Budget Hotels ist so gross wie es einmal meine kleine 2ZKB Wohnung war. In dem Fall ist es ganz gut, da wird die Yogamatte wieder mal ausgerollt.
Gerade als ich dann beschliessen wollte, dass ich Burnei nicht mag, bin ich durch sinnloses rumschlendern zum Air Kampung gekommen. Air Kampung heisst uebersetzt Wasser Dorf. Es ist eine auf dem Fluss gebaute, durch kleine Holzbruecken mitteinander verbundene Siedlung. Durch die Naehe zum Wasser sehen die Haeuser alle etwas angegammelt und mitgenommen aus, kurz es hat die Art von shabby chic, die mein Herz hoeher schlagen laesst.
Nachmittags beschloss ich noch eine Flussrundfahrt zu machen mit einem Fahrer, der ein extrem niedliches Englisch sprach. Er zeigte mir Air Kampung noch mal vom Boot aus, erklaerte die Infrastruktur. Das Krankenhaus mit Krankenbooten, die Feuerwehr mit Feuerwehrbooten und, mein Favorit, die Schule mit Schulbooten. Dann fuhren wir noch zu den Probioscis Affen, wo er mir die Tatsache, dass die Affen nur Blaetter fressen mit den Worten "monkey give me you banana no eat" erklaerte. Ich war, mal wieder, begeistert von meinem Talent Fremdsprachen zu verstehen.
Am Abend war ich ausgesoehnt mit Brunei.
Angekommen bin ich mit der Faehre von Labuan. Labuan ist eine von den malayischen Duty free Inseln, wo Zigaretten, Schokolade und Alkohol sehr billig sind. Gute Orte um mal paar Tage Party zu feiern. Die Leute, die ich dort kennenlernte, versuchten mir alle Brunei auszureden, weil es da keinen Alkohol gibt! Ich frage mich was ich fuer einen Eindruck hinterlassen habe, wenn man mir nicht zutraut ein paar Tage ohne Alkohol auszukommen...
Da ich so ziemlich als letzte die Faehre verlassen habe war der Bus in die Stadt schon weg und Taxi zu teuer, gluecklicherweise traf ich ein malayisch-australisches Ehepaar, das von Freunden abgeholt wurde und mir eine Mitfahrgelegenheit anbot. Mein gutes Karma, mal wieder!
Erster Gedanke zu der Hauptstadt Bandar Seri Baghawan? Eine Nummer kleiner haette es auch getan.
Alle Moscheen, oeffentliche Gebaeude und Plaetze, Shoppingmalls usw. sind uebertrieben sauber, gross und protzig. Ist ja gut, ihr habt Geld! will man sagen, aber es sieht so unnatuerlich und menschenleer aus.
Die Haeuser der offensichtlich Reichen, die man auf dem Weg vom Hafen in die Stadt passiert haben gern mal die Groesse eines halben Fussballfeldes. Selbst das Zimmer meines Budget Hotels ist so gross wie es einmal meine kleine 2ZKB Wohnung war. In dem Fall ist es ganz gut, da wird die Yogamatte wieder mal ausgerollt.
Gerade als ich dann beschliessen wollte, dass ich Burnei nicht mag, bin ich durch sinnloses rumschlendern zum Air Kampung gekommen. Air Kampung heisst uebersetzt Wasser Dorf. Es ist eine auf dem Fluss gebaute, durch kleine Holzbruecken mitteinander verbundene Siedlung. Durch die Naehe zum Wasser sehen die Haeuser alle etwas angegammelt und mitgenommen aus, kurz es hat die Art von shabby chic, die mein Herz hoeher schlagen laesst.
Nachmittags beschloss ich noch eine Flussrundfahrt zu machen mit einem Fahrer, der ein extrem niedliches Englisch sprach. Er zeigte mir Air Kampung noch mal vom Boot aus, erklaerte die Infrastruktur. Das Krankenhaus mit Krankenbooten, die Feuerwehr mit Feuerwehrbooten und, mein Favorit, die Schule mit Schulbooten. Dann fuhren wir noch zu den Probioscis Affen, wo er mir die Tatsache, dass die Affen nur Blaetter fressen mit den Worten "monkey give me you banana no eat" erklaerte. Ich war, mal wieder, begeistert von meinem Talent Fremdsprachen zu verstehen.
Am Abend war ich ausgesoehnt mit Brunei.
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Sonntag, 22. April 2012
Going higher and higher..
Der Kinabalu, Gunung Kinabalu (mal. Gunung = „Berg“) oder Mount Kinabalu ist der höchste Berg Malaysias. Er ist 4.095 m hoch und liegt im Zentrum des malaysischen Bundesstaates Sabah, im Nordteil Borneos. Er ist etwa 50 km von Kota Kinabalu, der Hauptstadt des Staates, entfernt (..)Touristisch ist der Kinabalu gut erschlossen: Nach der Pflichtanmeldung im Nationalpark werden die Touristen in Gruppen einheimischen Führern zugeteilt. Am ersten Tag fährt man morgens mit dem Minibus vom Verwaltungsgebäude des Parks bis zum Timpohon Gate in 1800 m Höhe (Bus- und Taxistand). Von dort wandert man bis zu den Laban-Rata-Hütten in 3200 bis 3300 m Höhe, wo man übernachtet. Vom Startpunkt geht es stetig bergan. Die Wege sind anspruchsvoll, mal mit Wurzeln durchzogen, zeitweise mit unregelmäßigen Stufen und kleinen Felsen. Es sind während des Aufstiegs in regelmäßigen Abständen (ca. alle 500 m) Zapfstellen für Trinkwasser und Regenunterstände („Shelter“) zu finden. An der Hütte steht eine Übernachtungsmöglichkeit in Mehrbettzimmern mit einem kleinen kantinenartigen Restaurant zur Verfügung. Der Aufstieg erfolgt üblicherweise am frühen Morgen zwischen 2:00 und 3:00 Uhr, da es das Ziel vieler Besteiger ist, den Sonnenaufgang auf dem Berggipfel zu erleben. Für die letzten 800 m Höhenunterschied werden dabei drei bis vier Stunden veranschlagt. Es starten täglich weit über 100 Wanderer.
Soweit wikipedia.
Tag -2
Anreise aus Sandakan. Wollte mich schon mal ein wenig warmlaufen an den einfachen Trails im Nationalpark, aber es regnete wolkenbruchartig. Ich verzog mich mit einer heissen Schokolade ins Zimmer, wickelte mich in alle Decken, die da waren und las. Ganz gemuetlich eigentlich. Weniger gemuetlich war die Nacht, ich fror ganz schlimm und schlief kaum.
Tag -1
Das erste mal seit vielen Monaten wollte ich nicht aus dem Bett, weil es so kalt war draussen. Ich nutzte den klaren Vormittag fuer Spaziergaenge im Nationalpark und lies mich auch Nachmittags nicht vom Regen vertreiben. Die Nacht war wie gehabt, kalt und schlaflos.
Tag 1
Da ich sowieso nicht schlafen konnte bin ich schon um 6 Uhr los. Um 7 Uhr waren alle Formalitaeten erledigt, ich war angemeldet und eigentlich startklar. Eigentlich nur, denn ich hatte nicht genug Geld dabei um einen Guide zu bezahlen (bloedes ATM) und musste auf eine Gruppe warten mit der ich die Kosten teilen konnte. Die Sache mit obligatorischem Guide ist ein rechtes Aergerniss, denn man braucht wirklich keinen! Ein Ding der Unmoeglichkeit auf diesem Trail verloren zu gehen. Ich habe unseren Guide grad mal am Anfang gesehen und dann nie wieder. Er bleibt immer hinten bei den Langsamsten der Gruppe und ich war wohl zu schnell. Ein Gutes hatte die erzwungene Gruppenbildung: ich lernte drei sehr nette Leute aus Polen und bin herzlich eingeladen sie in Warschau zu besuchen.
Gegen 10 Uhr ging es dann endlich los.
Die ersten vier Kilometer fand ich am schlimmsten, weil sie aus ganz vielen, teilweise ganz steilen, Treppen bestanden. Ich habe herausgefunden, dass es mir kaum Schwierigkeiten bereitet hochzulaufen, wenn der Berg ein Berg ist, also Steine, unregelmaessiges Gelaende, man muss sich die Trittflaechen suchen... sobald da irgendwelche Treppen sind komme ich schnell an mein Limit. Die Kraftverteilung bei unregelmaessigem Gelaende ist besser, da sind die Fuesse, die Waden, die Oberschenkel, der Po und auch der Bauch involviert, waehrend bei den Treppen hauptsaechlich die Oberschenkel arbeiten. Nicht, dass ich zu zarte Schenkel haette... Und auch das Gehirn ist besser beschaeftigt, bei Treppen denkt es nur: Oh du Scheisse, nicht schon wieder eine Stufe!
Die letzten zwei Kilometer waren dann vergleichsweise angenehm, aber mit der Treppentortour vorher, erreichte ich Laban Ratu richtig geschafft.
Und was war? Ich musste herausfinden, dass ich noch gar nicht am Ziel bin. Meine Uebernachtungshuette war noch weitere 200m weiter oben. Alleine die Hoffnung auf eine heisse Dusche trieb mich hoch, aber wie Hoffnungen so manchma sind... die Duschen waren eiskalt! Warum immer ich? Zum Dinner nochmal 200m runter und wieder 200m rauf.
Und Uebernachtung ist ja auch ein grosses Wort fuer diese Nacht. Ich habe mir ein Zimmer mit drei sehr gespraechigen Ladies aus Korea geteilt. Ich glaube ich muss irgendwann mal nach Korea um mein Bild von dem Land und den Leuten gerade zu ruecken. Auf der Tour habe ich sehr viele unangenehme, dumme und ruecksichtslose Koreaner getroffen. Die Ladies kamen spaet ins Zimmer, veranstallteten erst ein Theater mit dem Auspacken, redeten dann, oder schrieen sich genauer gesagt stundenlang an. Als ich sie irgendwann bat doch ruhig zu sein, wir sollten schliesslich um 2 Uhr wider aufstehen, schliefen sie innerhalb von einer Minute alle ein und fingen an zu schnarchen.. Egal, wegen der Kaelte haette ich wahrscheinlich eh nicht schlafen koennen.
Tag 2
Ich wachte auf und hatte Angst vor dem Berg. Kurz dachte ich sogar daran nicht hochzugehen. Aber nur kurz. Ich haette mich um ein fantastisches Erlebnis gebracht.
Die Nacht war sternenklar und ich war sehr ueberrascht wie fit und schnell ich war. Puenktlich zum Sonnenaufgang war ich am Gipfel, 10min frueher und ich haette unnoetig gefroren, 10min spaeter und ich haette den schoensten Moment verpasst.
Es war atemberaubend schoen!
Witzig war auch der Abstieg, als man das im dunkeln so gefaehrliche, mit viel Seileinsatz erklommene, Gelaende sah und manchmal sehr schmunzeln musste.
Soweit wikipedia.
Anreise aus Sandakan. Wollte mich schon mal ein wenig warmlaufen an den einfachen Trails im Nationalpark, aber es regnete wolkenbruchartig. Ich verzog mich mit einer heissen Schokolade ins Zimmer, wickelte mich in alle Decken, die da waren und las. Ganz gemuetlich eigentlich. Weniger gemuetlich war die Nacht, ich fror ganz schlimm und schlief kaum.
Tag -1
Tag 1
Da ich sowieso nicht schlafen konnte bin ich schon um 6 Uhr los. Um 7 Uhr waren alle Formalitaeten erledigt, ich war angemeldet und eigentlich startklar. Eigentlich nur, denn ich hatte nicht genug Geld dabei um einen Guide zu bezahlen (bloedes ATM) und musste auf eine Gruppe warten mit der ich die Kosten teilen konnte. Die Sache mit obligatorischem Guide ist ein rechtes Aergerniss, denn man braucht wirklich keinen! Ein Ding der Unmoeglichkeit auf diesem Trail verloren zu gehen. Ich habe unseren Guide grad mal am Anfang gesehen und dann nie wieder. Er bleibt immer hinten bei den Langsamsten der Gruppe und ich war wohl zu schnell. Ein Gutes hatte die erzwungene Gruppenbildung: ich lernte drei sehr nette Leute aus Polen und bin herzlich eingeladen sie in Warschau zu besuchen.
Gegen 10 Uhr ging es dann endlich los.
Die ersten vier Kilometer fand ich am schlimmsten, weil sie aus ganz vielen, teilweise ganz steilen, Treppen bestanden. Ich habe herausgefunden, dass es mir kaum Schwierigkeiten bereitet hochzulaufen, wenn der Berg ein Berg ist, also Steine, unregelmaessiges Gelaende, man muss sich die Trittflaechen suchen... sobald da irgendwelche Treppen sind komme ich schnell an mein Limit. Die Kraftverteilung bei unregelmaessigem Gelaende ist besser, da sind die Fuesse, die Waden, die Oberschenkel, der Po und auch der Bauch involviert, waehrend bei den Treppen hauptsaechlich die Oberschenkel arbeiten. Nicht, dass ich zu zarte Schenkel haette... Und auch das Gehirn ist besser beschaeftigt, bei Treppen denkt es nur: Oh du Scheisse, nicht schon wieder eine Stufe!
Die letzten zwei Kilometer waren dann vergleichsweise angenehm, aber mit der Treppentortour vorher, erreichte ich Laban Ratu richtig geschafft.
Und was war? Ich musste herausfinden, dass ich noch gar nicht am Ziel bin. Meine Uebernachtungshuette war noch weitere 200m weiter oben. Alleine die Hoffnung auf eine heisse Dusche trieb mich hoch, aber wie Hoffnungen so manchma sind... die Duschen waren eiskalt! Warum immer ich? Zum Dinner nochmal 200m runter und wieder 200m rauf.
Und Uebernachtung ist ja auch ein grosses Wort fuer diese Nacht. Ich habe mir ein Zimmer mit drei sehr gespraechigen Ladies aus Korea geteilt. Ich glaube ich muss irgendwann mal nach Korea um mein Bild von dem Land und den Leuten gerade zu ruecken. Auf der Tour habe ich sehr viele unangenehme, dumme und ruecksichtslose Koreaner getroffen. Die Ladies kamen spaet ins Zimmer, veranstallteten erst ein Theater mit dem Auspacken, redeten dann, oder schrieen sich genauer gesagt stundenlang an. Als ich sie irgendwann bat doch ruhig zu sein, wir sollten schliesslich um 2 Uhr wider aufstehen, schliefen sie innerhalb von einer Minute alle ein und fingen an zu schnarchen.. Egal, wegen der Kaelte haette ich wahrscheinlich eh nicht schlafen koennen.
Die Nacht war sternenklar und ich war sehr ueberrascht wie fit und schnell ich war. Puenktlich zum Sonnenaufgang war ich am Gipfel, 10min frueher und ich haette unnoetig gefroren, 10min spaeter und ich haette den schoensten Moment verpasst.
Es war atemberaubend schoen!
Witzig war auch der Abstieg, als man das im dunkeln so gefaehrliche, mit viel Seileinsatz erklommene, Gelaende sah und manchmal sehr schmunzeln musste.
Nach einem opulenten Fruehstueck auf Laban Rata kam dann noch der anstrengende Abstieg bis hinunter zum Park. Die Treppen wieder! Schmerzen? Muedigkeit?
4095! Geschafft!
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Donnerstag, 5. April 2012
..dann eben Tschuess!
Kurzfassung meines Indonesien-Aufenthalts: Erst sass ich auf der unschoenen Insel Batam fest, dann durchlief ich die Hoelle Jakarta, dann wurde kurz alles gut in Bandung und Yogya, um wieder einen Knacks mit dem semierfolgreichem Ausflug nach Karimunjawa zu bekommen und nun schmeissen die mich hier raus!
Angefangen hat meine Indonesienreise auf der haesslichen, langweiligen Insel Batam, wo ich festsass, weil das Schiff nach Jakarta erst vier Tage später ging. Die freundlichen Couch Surfer die ich dort kontaktiert habe, haben den Kulturschock und die Langeweile gemildert, aber der Eindruck von Batam blieb negativ.
Die Schiffsreise war ok, etwas langweilig. Eigentlich hatte ich vor mir fuer die zwei Tage dauernde Ueberfahrt die Luxuskabine erster Klasse zu goennen, aber der entsetzte Gesichtsausdruck meiner indonesischen Freunde hielt mich davon ab "soviel" Geld auszugeben. Und die economy Class war echt lustig.
In Jakarta angekommen wuenschte ich mich ganz schnell weg. Ich wurde allergisch gegen das Wort "Taxi". Um es mal ganz deutlich zu sagen: NEIN, ICH WILL KEIN TAXI! nicht wenn ich in ein Geschaeft gehe, nicht wenn ich gerade aus einem Taxi steige, nicht wenn ich Mails checke oder etwas esse! Und ich bin kein "Mister"!!
Also schnell Zugticket gekauft und ab nach Bandung. Zugfahren in Indonesien ist super. Sauber und komfortabel. Diesmal fuhr ich aber wirklich erster Klasse.
Bandung mochte ich sehr. Stadt, aber relativ gruen, gutes Essen, tolle Natur drumrum und Einkaufsspass.Ich couchsurfte, mal wieder, bei einem extrem netten Gastgeber. Ich wuenschte mein Freund waere so geduldig mit mir beim shoppen. Dann ab nach Yogjakarta mit dem Zug. Auch gut. Etwas Kulturprogramm, Couchsurfing fuer zwei Tage bei einer netten muslimischen Familie und dann ab mit dem Bus nach Semarang.
Fuer das Busfahren in Indonesien braucht man Geduld, Gottvertrauen und eine flexible Wirbelsaeule. Es ist billig, kann aber sehr kuschelig werden. Es gibt neben dem Fahrer noch zwei Busbegleiter, an jeder Tuer einen. Will man aussteigen sagt man es einem von Ihnen, er klopf dann mit seinem Ring, oder einer Muenze an die Scheibe um es dem Fahrer mitzuteilen. Angehalten wird nur fuer sehr alte, gebrechliche Frauen mit viel Gapaeck. Die anderen bekommen vom Busbegleiter einen beherzten Schubs und springen aus dem langsamer fahrenden Bus.
Woher der Fahrer weiss wann er anhalten und wann nur langsamer werden muss? Dumme Frage. Er ist Supermann und weisst es eben. Er kann ja auch rauchen, telefonieren, das schreiende Baby auf dem Hintersitz bespassen und einen ueberladenen LKW ueberholen, waehrend uns eine Famillie mit drei Reissaecken auf dem Moped entgegen kommt.
Angefangen hat meine Indonesienreise auf der haesslichen, langweiligen Insel Batam, wo ich festsass, weil das Schiff nach Jakarta erst vier Tage später ging. Die freundlichen Couch Surfer die ich dort kontaktiert habe, haben den Kulturschock und die Langeweile gemildert, aber der Eindruck von Batam blieb negativ.
Die Schiffsreise war ok, etwas langweilig. Eigentlich hatte ich vor mir fuer die zwei Tage dauernde Ueberfahrt die Luxuskabine erster Klasse zu goennen, aber der entsetzte Gesichtsausdruck meiner indonesischen Freunde hielt mich davon ab "soviel" Geld auszugeben. Und die economy Class war echt lustig.
In Jakarta angekommen wuenschte ich mich ganz schnell weg. Ich wurde allergisch gegen das Wort "Taxi". Um es mal ganz deutlich zu sagen: NEIN, ICH WILL KEIN TAXI! nicht wenn ich in ein Geschaeft gehe, nicht wenn ich gerade aus einem Taxi steige, nicht wenn ich Mails checke oder etwas esse! Und ich bin kein "Mister"!!
Also schnell Zugticket gekauft und ab nach Bandung. Zugfahren in Indonesien ist super. Sauber und komfortabel. Diesmal fuhr ich aber wirklich erster Klasse.
Bandung mochte ich sehr. Stadt, aber relativ gruen, gutes Essen, tolle Natur drumrum und Einkaufsspass.Ich couchsurfte, mal wieder, bei einem extrem netten Gastgeber. Ich wuenschte mein Freund waere so geduldig mit mir beim shoppen. Dann ab nach Yogjakarta mit dem Zug. Auch gut. Etwas Kulturprogramm, Couchsurfing fuer zwei Tage bei einer netten muslimischen Familie und dann ab mit dem Bus nach Semarang.
Fuer das Busfahren in Indonesien braucht man Geduld, Gottvertrauen und eine flexible Wirbelsaeule. Es ist billig, kann aber sehr kuschelig werden. Es gibt neben dem Fahrer noch zwei Busbegleiter, an jeder Tuer einen. Will man aussteigen sagt man es einem von Ihnen, er klopf dann mit seinem Ring, oder einer Muenze an die Scheibe um es dem Fahrer mitzuteilen. Angehalten wird nur fuer sehr alte, gebrechliche Frauen mit viel Gapaeck. Die anderen bekommen vom Busbegleiter einen beherzten Schubs und springen aus dem langsamer fahrenden Bus.
Woher der Fahrer weiss wann er anhalten und wann nur langsamer werden muss? Dumme Frage. Er ist Supermann und weisst es eben. Er kann ja auch rauchen, telefonieren, das schreiende Baby auf dem Hintersitz bespassen und einen ueberladenen LKW ueberholen, waehrend uns eine Famillie mit drei Reissaecken auf dem Moped entgegen kommt.
Fortsetzung folgt...
Donnerstag, 29. März 2012
Eine Prinzessin ist eine Prinzessin ist eine..
Nachdem die letzten Tage recht voll waren mit Dingen die man als Tourist in Yogya so macht habe ich beschlossen heute mal Auszeit zu nehmen. Nur faulenzen, lesen, massieren lassen und, weil laengst faellig, enthaaren zu lassen. Das war ein Erlebnis!
Der Kosmetiksalon sah von Aussen recht schaebig aus, war aber der einziege den ich gefunden habe.
Die Inneneinrichtung, insbesondere das kleine Hinterzimmer, hatte durchaus einen gewissen Charme. Ich wurde zu einer mintgruenen Liege in einem rosa Zimmer gefuehrt und sollte mich entspannt zuruecklehnen waehrend sich VIER Frauen um meine Achseln, Beine und Bikinizone kuemmerten.Unter den wachsamen Blicken von Angelina Joilie und Jesus Christus! Sie taten es sehr gruendlich. Irgendwann wurde die LED Lampe geholt und meine Beinchen von allen Richtungen aus beleuchtet und inspiziert um ja nicht das kleinste und blondeste Haerrchen entkommen zu lassen.Ich kann nicht wirklich behaupten ich haette diese Behandlung genossen, aber es war enorm komisch und definitiv das erste mal, dass meinen haarigen Problemzonen soviel Aufmerksamkeit zuteil wurde.
Falls sich jetzt jemand fragt, warum ich in meinem Reisetagebuch vom Waxen berichte, statt von dem wunderbarem Sonnenaufgang ueber dem Borobudur Tempel, oder dem Ausflug zum Vulkan Tangkuban Perahu, oder dem fuerchterlichen Moloch Jakarta, oder...
Ja. Das frage ich mich auch.
Hier wenigstens bisschen was zum angucken:
Der Kosmetiksalon sah von Aussen recht schaebig aus, war aber der einziege den ich gefunden habe.
Die Inneneinrichtung, insbesondere das kleine Hinterzimmer, hatte durchaus einen gewissen Charme. Ich wurde zu einer mintgruenen Liege in einem rosa Zimmer gefuehrt und sollte mich entspannt zuruecklehnen waehrend sich VIER Frauen um meine Achseln, Beine und Bikinizone kuemmerten.Unter den wachsamen Blicken von Angelina Joilie und Jesus Christus! Sie taten es sehr gruendlich. Irgendwann wurde die LED Lampe geholt und meine Beinchen von allen Richtungen aus beleuchtet und inspiziert um ja nicht das kleinste und blondeste Haerrchen entkommen zu lassen.Ich kann nicht wirklich behaupten ich haette diese Behandlung genossen, aber es war enorm komisch und definitiv das erste mal, dass meinen haarigen Problemzonen soviel Aufmerksamkeit zuteil wurde.
Falls sich jetzt jemand fragt, warum ich in meinem Reisetagebuch vom Waxen berichte, statt von dem wunderbarem Sonnenaufgang ueber dem Borobudur Tempel, oder dem Ausflug zum Vulkan Tangkuban Perahu, oder dem fuerchterlichen Moloch Jakarta, oder...
Ja. Das frage ich mich auch.
Hier wenigstens bisschen was zum angucken:
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| Hier mehr Bilder von Bandung und Tankuban Perahu |
Freitag, 16. März 2012
Update
Ich bin faul geworden was das bloggen angeht, deshalb jetzt erst mal ein kleines Update.
Ich bin nicht mehr in Taiping, der Yoga-Job hat sich erledigt. Es ist eine lange und verworrene Geschichte mit Liebe, sexueller Selbstfindung, und ganz viel Eifersucht. Um es mal abzukuerzen: Ich wurde des Wartens auf die immer wieder verschobene Probestunde muede und beschloss wieder das zu tun weswegen ich hier bin, Reisen.
Ich war eine Woche in Kuala Lumpur bei einer sehr netten tschechischen Familie, die ich auf der Farm in Lengong kennengelernt hatte. Dort habe ich mir Laeuse eingefangen. Nicht weil es schmuddelig und dreckig war, sondern weil sie zwei entzueckende Toechter haben, die die Tierchen vom Kindergarten mitgebracht haben. Der Familienvater, dem das sehr unangenehm war, schenkte mir ein Flaeschchen Laeuseschampoo.
Die Fotos vom gemeinsamen Ausflug zum Thaipusam gab es ja letztes mal.
Danach bin ich nach Melakka gereist. Malayische Staedte haben es bei mir nicht leicht, weil ich sie immer mit Penang, meiner absolut weltliebsten Stadt, vergleiche, aber Melakka ist schon auch toll. Ganz viel Kultur und grandioses Essen!

Nach Melakka bin ich nach Johor Bahru gereist. Es war nicht toll! Mein CS Gastgeber war -mal wieder!- fantastisch und so hat Johor Bahru keinen allzuschlimmen Eindruck hinterlassen, aber toll war es nicht. Grosse, laute, dreckige Industriestadt, da haette ich auch nach Ludwigshafen fahren koennen. Und weil ich von grossen Staedten die Nase mittlerweile voll hatte, hat auch der Tagesausflug nach Singapur keinen Eindruck hinterlassen.
Ich war reif fuer die Insel! Und da ging ich auch hin: Pulau Tioman. Fantastisch! Ich liebe es! Auch wenn es recht viel geregnet hat und das Essen, das schlechteste war, das ich in Malaysia je hatte.
Aber die Natur! Ich bin soviel geschnorchelt, das ich fast Schwimmhaut zwischen den Fingern bekommen habe. Ich konnte auf einmal meinen Freund ein bisschen verstehen, der nicht nur keinen Fisch isst, sondern auch alles tut um anderen den Appetit zu verderben.Weil diese Unterwasserwelt ist so.. wow! Als ich einmal mit einer Meeresschildkroete geschwommen bin -ein Riesentier, bestimmt 1m lang- bin ich vor lauter Glueck und Begeisterung beinehe abgesoffen.
Und durch den Dschungel gestiefelt bin ich auch!

Schaut euch am besten mal die Bilder an.
Wie gesagt, ich bin faul geworden, was das Schreiben angeht...
Ich bin nicht mehr in Taiping, der Yoga-Job hat sich erledigt. Es ist eine lange und verworrene Geschichte mit Liebe, sexueller Selbstfindung, und ganz viel Eifersucht. Um es mal abzukuerzen: Ich wurde des Wartens auf die immer wieder verschobene Probestunde muede und beschloss wieder das zu tun weswegen ich hier bin, Reisen.
Ich war eine Woche in Kuala Lumpur bei einer sehr netten tschechischen Familie, die ich auf der Farm in Lengong kennengelernt hatte. Dort habe ich mir Laeuse eingefangen. Nicht weil es schmuddelig und dreckig war, sondern weil sie zwei entzueckende Toechter haben, die die Tierchen vom Kindergarten mitgebracht haben. Der Familienvater, dem das sehr unangenehm war, schenkte mir ein Flaeschchen Laeuseschampoo.
Die Fotos vom gemeinsamen Ausflug zum Thaipusam gab es ja letztes mal.
Danach bin ich nach Melakka gereist. Malayische Staedte haben es bei mir nicht leicht, weil ich sie immer mit Penang, meiner absolut weltliebsten Stadt, vergleiche, aber Melakka ist schon auch toll. Ganz viel Kultur und grandioses Essen!
Ich war reif fuer die Insel! Und da ging ich auch hin: Pulau Tioman. Fantastisch! Ich liebe es! Auch wenn es recht viel geregnet hat und das Essen, das schlechteste war, das ich in Malaysia je hatte.
Aber die Natur! Ich bin soviel geschnorchelt, das ich fast Schwimmhaut zwischen den Fingern bekommen habe. Ich konnte auf einmal meinen Freund ein bisschen verstehen, der nicht nur keinen Fisch isst, sondern auch alles tut um anderen den Appetit zu verderben.Weil diese Unterwasserwelt ist so.. wow! Als ich einmal mit einer Meeresschildkroete geschwommen bin -ein Riesentier, bestimmt 1m lang- bin ich vor lauter Glueck und Begeisterung beinehe abgesoffen.
Und durch den Dschungel gestiefelt bin ich auch!
Schaut euch am besten mal die Bilder an.
Wie gesagt, ich bin faul geworden, was das Schreiben angeht...
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Donnerstag, 16. Februar 2012
Thaipusam - there is no easy way
Es ist jetzt schon ein paar Tage her seit ich auf einem der grössten Hindufestivals weltweit war, dem Thaipusam an den Batu Caves in Kuala Lumpur.
Ich war ein wenig ängstlich, es sollen über eine Million Leute daran teilnehmen, es reisen sogar Leute aus Indien an um daran teilzuhaben. Und ich muss gestehen, ich erwartete eine Freakshow. Leute mit durchbohrter Haut und entrücktem Gesichtsausdruck.. wie man es eben aus Berichten und von Fotos kennt. Das fand ich. Auch.
Aber eben auch noch viel mehr. Es war eine Mischung aus Kirmes und Marathon und einem zutiefst religiösem Ereignis.
Ich bin immernoch sehr beeindruckt.
Was mir so gut gefallen hat war diese, der westlichen so sehr entgegengesetzte Einstellung, die ich mal mit dem Satz "there is no easy way" zusammenfassen würde.
Wir in unserer schönen westlichen Welt sind so verwöhnt, wir wollen alles haben. Sofort. Ohne Anstrengung. Wir wollen im Schlaf Sprachen lernen, durch Wundermittel gesund und schön und schlank werden, und gute Laune soll sich sowieso von allein einstellen, uns so weiter..
Die Leute, die unter schwierigen Bedingungen, manchmal unter Schmerzen an der Prozession teilnehmen, die 242 Stufen zum Tempel erklimmen und dort nicht selten zusammenbrechen gehen davon aus, dass es auch weh tun kann, dann weiss man wenigstens, dass es echt ist. Ein Gedanke den man nicht so leicht abtun sollte..
Bilder gibts hier:
Ich war ein wenig ängstlich, es sollen über eine Million Leute daran teilnehmen, es reisen sogar Leute aus Indien an um daran teilzuhaben. Und ich muss gestehen, ich erwartete eine Freakshow. Leute mit durchbohrter Haut und entrücktem Gesichtsausdruck.. wie man es eben aus Berichten und von Fotos kennt. Das fand ich. Auch.
Aber eben auch noch viel mehr. Es war eine Mischung aus Kirmes und Marathon und einem zutiefst religiösem Ereignis.
Ich bin immernoch sehr beeindruckt.
Was mir so gut gefallen hat war diese, der westlichen so sehr entgegengesetzte Einstellung, die ich mal mit dem Satz "there is no easy way" zusammenfassen würde.
Wir in unserer schönen westlichen Welt sind so verwöhnt, wir wollen alles haben. Sofort. Ohne Anstrengung. Wir wollen im Schlaf Sprachen lernen, durch Wundermittel gesund und schön und schlank werden, und gute Laune soll sich sowieso von allein einstellen, uns so weiter..
Die Leute, die unter schwierigen Bedingungen, manchmal unter Schmerzen an der Prozession teilnehmen, die 242 Stufen zum Tempel erklimmen und dort nicht selten zusammenbrechen gehen davon aus, dass es auch weh tun kann, dann weiss man wenigstens, dass es echt ist. Ein Gedanke den man nicht so leicht abtun sollte..
Bilder gibts hier:
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| Thaipusam 2012 |
Mittwoch, 1. Februar 2012
She definitely wanted to kill me...
Die beiden letzten Tage auf Langkawi verbrachte ich auf dem Rad.
Und es war schoen, auch wenn ich mir den bloedesten Sonnenbrand meines Lebens und einen schlimmen Muskelkater zugezogen habe.
Nun bin ich wieder in Taiping und habe dieses wundervolle Yoga-Studio zur freien Verfuegung, und als jemand, der "fight fire with fire" nicht nur sagt, sondern auch praktiziert, habe ich versucht den Muskelkater mit mehr Bewegung los zu werden.
Hat nicht geklappt,irgendwie..
Als ich mich nach zwei Tagen immernoch nur unter Schmerzen bewegen konnte beschloss ich mal ein wenig nett zu mir zu sein und mit eine Massage zu goennen.
Ich war hier schon mal bei einer chinesischen Masseurin, die wie eine massige Bulldogge aussah und mir ein bisschen Angst einjagte als sie mich fragte ob ich es gern "painful" mag. Die Massage war dann doch super.
Heute war die Bulldogge leider nicht da und ich musste mit einer malayischen Pinscher-Masseurin vorliebnehmen. Dabei sollte ich es langsam besser wissen...
Die kleinen, zierlichen Masseure sind die schlimmsten!
Weil man es nicht erwartet!
Und weil sie mangelnde Masse mit verstaerktem Einsatz von spitzen Fingern und Ellenbogen zu kompensieren versuchen, was unschoene und schmerzhafte blaue Flecke hinterlaesst.
Ich glaube diese Frau hat wirklich versucht mich zu toeten. Als sie nach einer Stunde festgestellt hat, dass ich zaeh bin und sie es doch nicht schafft, verlegte sie sich auf Komplimente und versuchte mir noch einen suendhaft teuren Tee aufzuschwatzen, der meine Schlacken wegspuehlen und mich noch schoener machen wuerde. (Nicht schlecht mein malay, was? Hab alles verstanden!)
Und es war schoen, auch wenn ich mir den bloedesten Sonnenbrand meines Lebens und einen schlimmen Muskelkater zugezogen habe.
Nun bin ich wieder in Taiping und habe dieses wundervolle Yoga-Studio zur freien Verfuegung, und als jemand, der "fight fire with fire" nicht nur sagt, sondern auch praktiziert, habe ich versucht den Muskelkater mit mehr Bewegung los zu werden.
Hat nicht geklappt,irgendwie..
Als ich mich nach zwei Tagen immernoch nur unter Schmerzen bewegen konnte beschloss ich mal ein wenig nett zu mir zu sein und mit eine Massage zu goennen.
Ich war hier schon mal bei einer chinesischen Masseurin, die wie eine massige Bulldogge aussah und mir ein bisschen Angst einjagte als sie mich fragte ob ich es gern "painful" mag. Die Massage war dann doch super.
Heute war die Bulldogge leider nicht da und ich musste mit einer malayischen Pinscher-Masseurin vorliebnehmen. Dabei sollte ich es langsam besser wissen...
Die kleinen, zierlichen Masseure sind die schlimmsten!
Weil man es nicht erwartet!
Und weil sie mangelnde Masse mit verstaerktem Einsatz von spitzen Fingern und Ellenbogen zu kompensieren versuchen, was unschoene und schmerzhafte blaue Flecke hinterlaesst.
Ich glaube diese Frau hat wirklich versucht mich zu toeten. Als sie nach einer Stunde festgestellt hat, dass ich zaeh bin und sie es doch nicht schafft, verlegte sie sich auf Komplimente und versuchte mir noch einen suendhaft teuren Tee aufzuschwatzen, der meine Schlacken wegspuehlen und mich noch schoener machen wuerde. (Nicht schlecht mein malay, was? Hab alles verstanden!)
Also, falls jemand fragen sollte:
Mir gehts gut!
Echt!
und hier noch der Retrospektive zweiter Teil:
Was man so alles essen kann.
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| Futter |
Dienstag, 31. Januar 2012
Verdammt lang her..
Ich bin wieder in Taiping.
Es regnet.
Mir ist etwas langweilig.
Wird Zeit fuer eine kleine Retrospektive.
Teil 1:
Der Alpsommer,oder warum Sibirien warten muss.
Mehr Bilder -auch welche mit Sonnenschein- gibt es hier:
Es regnet.
Mir ist etwas langweilig.
Wird Zeit fuer eine kleine Retrospektive.
Teil 1:
Der Alpsommer,oder warum Sibirien warten muss.
Mehr Bilder -auch welche mit Sonnenschein- gibt es hier:
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| Alpsommer 2011 |
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