Möglicherweise wird dieser Blog in nächster Zeit viel, vielleicht zu viel ums Thema Tiere im allgemeinen und Pferde im besonderen kreisen.
Der Grund dafür ist, wie man meinem letzten Post entnehmen konnte, nicht die plötzlich erwachte, grenzenlose Liebe und Bewunderung für diese Tiere, sondern schlicht die Umstände. Es ist schwer vom Leben auf einer Pferdefarm zu berichten, ohne die Pferde zu erwähnen. Ich hoffe niemanden damit zu langweilen.
Mittlerweile bin ich zwei mal geritten, oder -um ganz korrekt zu sein- auf dem Gaul gesessen, und bin… sagen wir mal desillusioniert.
Da hat man diese schönen Bilder im Kopf, von Frauen die mit wehendem Haar am Strand, Wald, Steppe galopieren, grenzenlose Freiheit, Verschmelzung von Mensch und Tier…
In Wirklichkeit sitzt man unbequem auf einem kaum Schritt laufenden Pferd, mit einem blöden Helm auf dem Kopf und denkt die ganze Zeit: „das arme Pferd, ich muss abnehmen!“
Der Hintern schmerzt, das Pferd scheint gar nicht auf die Signale, die man ihm gibt zu reagieren, was vielleicht auch besser so ist, weisst man doch selbst nicht genau was für Signale man sendet. Alles nicht halb so toll, eigentlich gar nicht so wie erwartet.
So ist das wohl mit den Erwartungen. Ich kann mich erinnern eine ähnliche Enttäuschung vor Jahren beim Tango-Tanzkurs erlebt zu haben. Auch da hatte ich tolle Bilder von rassigen Frauen und leidenschaftlichen Männern im Kopf (war da nicht sogar eine Rose zwischen den Zähnen im Spiel?). Was ich bekam war ein Tanzpartner, der deutsch-verkrampft auf die Füsse starrte und mir hartnäckig die Schritte ins Ohr flüssterte: und eins, und zwei… und als ich versuchte mal lässig mein Bein um seins zu schwingen riss ich mit dem hohen Absatz einem anderen Tänzer das Schienbein auf.
Rosige Aussichten für meine Reitkarriere, wenn ich so darüber nachdenke…
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