Die Farm auf der ich momentan lebe organisiert gelegentlich mehrtägige Ausritte für Gäste und ich wurde auch gefragt ob ich daran teilnahmen möchte, aber eine Tour mit 4-6 Stunden im Sattel Tag ein Tag aus erschien mir nicht sehr verlockend.
Ich blieb lieber daheim, kümmerte mich um die anderen Tiere und ging täglich die dagebliebenen Pferde füttern. Das war übrigens fast schon ein Event, denn alle Tiere, wirklich alle, auch die Katzen, Enten und Gänse, folgten mir zumindest bis zum Tor. Im Dorf hat sich das glaube ich recht schnell rumgesprochen und ich werde zwar überall sehr freundlich begrüsst, aber mit so einem milden Lächeln, wie man es für zurückgebliebene Kinder übrig hat.
Das einzige was ich wirklich gern von dem Ausritt mitbekommen wollte war der letzte Tag. Nach sechs Tagen kommt man nämlich an den Strand und geht mit den Pferden schwimmen. Pferde im Pazifik? Das fand ich spannend!
Welch eine glückliche Fügung: es wurde jemand gebraucht, der sich darum kümmert, dass das Gepäck nachkommt.
Ich kam am vorletzten Tag dazu und konnte den schönsten Teil mitmachen. Ich bekam sogar ein Pferd und die Gelegenheit am Strand zu reiten! Wobei man mir gleich sagte, es sei kein Anfänger-Pferd, es reagiere ängstlich auf laute Geräusche und stark emotional wenn man ihm etwas abverlangt. Laute Geräusche waren am Strand nicht zu erwarten und ich hatte nicht vor dem Gaul was abzuverlangen und trotzdem wurde ich abgeworfen. Imerhin war der weiche Sand nicht der schlechteste Ort dafür. Trotz des Sturzes war es ein toller Tag. Das Schwimmen mit den Pferden im Ozean war eine märchenhafte Erfahrung.
Am Nachmittag packten wir die Pferde auf einen Laster und während die Anderen die Heimfahrt antraten beschloss ich noch ein wenig am Meer zu bleiben.
Ich ging nach Jacó. Der Ort ist sehr touristisch und hat wirklich nichs besonderes zu bieten, aber ich fand ein nettes Hostel, nahm grossartige Yoga-Stunden (ok, wenn man darauf bestehen will dass Jacó etwas zu bieten hat, dann ist es diese Yogaschule) und Surfunterricht.
Ausserdem machte ich Ausflüge zum Rio Tarcoles und zum Nationalpark Manuel Antonio.
Rio Tarcoles ist für seine Krokodile bekannt. Man kann sie von der Autobahnbrücke aus sehen wie sie am Ufer rumlungern und man kann eine Bootstour machen, bei der die Krokos gefüttert werden und man darüberhinaus andere Echsen und massenweise faszinierende Vögel beobachten. Ich liebe Bootstouren!
Manuel Antonio Nationalpark ist sehr schön, die Strände dort sind die schönsten die ich in Costa Rica bisher gesehen habe, aber leider war es recht überlaufen.
