Freitag, 26. Oktober 2012

Da steht ein Pferd vor der Tür!


Auf der Alp habe ich mich häufig danach gesehnt einen richtig faulen Tag zu haben. Solange schlafen bis ich nicht mehr mag, dann einen Kaffee (idealerweise ans Bett gebracht bekommen) und lesen und Filme schauen und einfach mal nichts tun. Herrlich! Einen Tag lang. Vielleicht zwei, dann aber wird es langweilig. Und aus Langeweile wird Unzufriedenheit und daraus schlechte Laune und plötzlich stehe ich ganz dringend vor der Frage: was nun? Oder genauer: wohin nun?

Meine Transsibirien Reisepläne sind vorläufig aufs Eis gelegt. Mehr oder weniger wortwörtlich. Da ich im Sommer auf Alp mein Reisegeld verdiene, bleibt mir Herbst und Winter zum Reisen. So wunderschön und verlockend mir das Bild des winterlichen Sibiriens im Sommer auch scheinen mag, es zerbricht an dem Tag an dem ich warme Socken anziehen muss.

Wohin also? 

Ich habe mich weder ausgiebig über alle Möglichkeiten informiert, noch ist es ein lange gehegter Traum den ich mir erfülle. Es hat eigentlich keinen Grund, sondern hat sich einfach so ergeben.

Ich bin in Costa Rica.

Eigentlich bin ich hier als Housesitter für eine Pferde-Farm, ohne Pferde, aber mit vier Hunden, sieben Katzen, zwei Ziegen und ein paar Enten und Gänsen. Die Besitzer sind für einige Zeit in Indien und ich sollte auf das Haus und die Tiere aufpassen. Nun haben sich aber kurz vor meiner Anreise deren Pläne geändert und die Frau ist aus Indien angereist um das Pferde Business am laufen zu halten. Jetzt bin ich mir noch nicht klar was meine Aufgabe hier sein soll. Ich bin weiterhin für die Tiere zuständig, kann eventuell mit den Pferden aushelfen, vielleicht auch reiten lernen. Ganz cool, da kann ich meine Pferde-Angst loswerden. 
Mal schauen wohin sich das alles entwickelt.

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