Jetzt aber zurück auf die Alp, versprochen ist versprochen. Also um 3.30h wurden die Kühe von einer der Nachtweiden geholt und eingestallt. Unsere Kühe hatten einen festen Platz im Stall, sogar mit einem Namensschild! Und es gab vier Ställe, den Gelben, den Blauen, den Roten und den Grünen, erinnerte mich sehr an die Kindergartenzeit meiner Tochter mit der Käfergruppe, der Bärchengruppe usw. Ich habe die Kühe auf der rechten Stallseite gemolken, dh. es waren MEINE Kühe und die waren natürlich viel besser als die auf der linken Seite, gaben mehr Milch, schissen weniger, sahen besser aus und waren besser erzogen. Klar!
Gegen 4.30h waren die Kühe im Stall und wir bei erstem(!) Frühstück. Ja, ich weiss schon, ich dachte auch um 4.30h kann man noch nichts essen, aber wenn man um 3.30h schon mehr geschwitzt hat als daheim in einer Woche, kann man es doch!
Um 5.00h ging es weiter mit dem Melken. Wenn man es sportlich beschreiben wollte: nach dem Ausdauer- kommt das Krafttraining. So eine Milchkanne ist verdammt schwer und bei 70 Kühen kommen einige Kannen zusammen. Wir haben in dieser Alpsaison über 5t Käse produziert, das sind mehr als 50 000l Milch die meine Kolegin und ich gemolken und durch die Gegend getragen haben!
Nach dem Melken trieb ich die Kühe auf eine der Tagesweiden. Während die Nachtweiden näher am Haus und relativ klein waren, ich glaube nachts dehnten sie sich aus und wurden unwegsamer um ja keine Romantik aufkommen zu lassen, waren die Tagesweiden weiter weg und recht gross. Das Austreiben konnte zwischen 15min und 2h dauern, danach war höchste Zeit für das zweite Frühstück.
...Fortsetzung folgt.
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