Montag, 14. Januar 2013

La Boca del Infierno


Zwei Tage Managua waren genug und nur mit viel Rum und netten CouchSurfing-Bekannten zu ertragen. Dann bin ich wieder in ein kleines Naturparadies geflüchtet.

Sprachkurs an der Laguna de Apoyo. Die Tage dort waren unaufgeregt schön, besonders das Schwimmen in aller Herrgottsfrühe, wenn der See noch recht einsam, kühl und klar wie ein Spiegel war. Der Unterricht war sehr intensiv. Zum ersten mal hatte ich one-to-one Unterricht und ich hätte nie vermutet, dass es einen so grossen Unterschied macht. Nach vier Stunden Spanisch konnte ich mein Hirn wachsen fühlen.
Wieso glaubte ich eigentlich, dass das Sprachenlernen mit jeder weiteren Sprache einfacher wird?

Vorgestern kam ich nach Masaya,. Eine kleine Stadt, bunt und laut, aber auf eine angenehme Art und Weise, schon recht touristisch, aber nicht zu sehr. Ein perfekter Ort um ein paar Tage zu verbringen und um sich an den Städtetrubel zu gewöhnen. Masaya ist bekannt für den gleichnamigen Nationalpark mit zwei Vulkanen. Es gehört zum Standart-Touristenprogramm diese zu besichtigen und eine Bekannte hat sehr begeistert davon erzählt, also habe ich eine Nachttour dahin gemacht.


Der aktive Krater ist gigantisch! Der beissende Rauch macht das Atmen schwer und die untergehende Sonne taucht das Ganze in ein sureales Licht. Spektakulär!








Nach Sonnenuntergang sind wir noch zu den benachbarten Höhlen gegangen, um Fledermäuse zu beobachten. Der Himmel war voller Sterne, wie man es nur in den entlegenen Gegenden sieht, und die Erfahrung einer tiefen Dunkelheit, während man vor der Höhle steht und tausende von Fledermäusen über einen hinweg fliegen war schlicht atemberaubend.


Nach so viel Naturehrfurcht noch eine kleine spassige Geschichte.
Offensichtlich fällt das Sprachenlernen nicht nur mir schwer. Als ich mit dem schweren Rucksack beladen in den Bus in Managua stieg, winkte mich jemand hinten im Bus herbei und rief "come on, baby!". Ich war erst etwas gereizt, bis ich feststellte, dass es keinesfalls eine billige Anmache sein sollte, sondern ein freundlicher Hinweis, dass es hinten noch freie Plätze gibt.
Offensichtlich hatte der junge Mann seinen Wortschatz aus amerikanischen Actionmovies und "come on, baby!" war was er für eine freundliche Ansprache an eine Fremde hielt.

Und dann war da noch unser Guide gestern, der statt von einer "eruption" von einer "erection" sprach...

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